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Saki Hikari Koifutter kaufen

Im Folgenden finden Sie einen tollen Artikel über das bekannte und extrem hochwertige Koifutter Saki Hikari. Das Futter können Sie übrigens direkt online in unserem Koifutter-Shop kaufen.

zum Saki Hikari Koifutter-Shop

Quelle des Artikels:
Erschienen im Koi Kurier 1/2016

„HIKARI IS BACK“... UND WIE!

Text: Johan Leurs,
Fotos: Dominika Walus, Johan Leurs,
Kyorin Co. LTD

Kyorin, einer der bekanntesten Koifutter-Hersteller der Welt, feiert in Kürze seinen 140sten Geburtstag. Wenn wir zurückrechnen bedeutet das, dass die Nummer Eins der Futterhersteller aus Japan schon seit 1877, als der Grundstein durch Tozaemon Kamihata gesetzt wurde, aktiv auf dem Markt ist.

Seit Jahren ist Hikari den Hauptsponsor vieler Shows, auch in Europa. Denken wir an die Holland Koi Show, wo Hikari jedes Jahr groß auspackt, und wohl auch seinen Anteil am Erfolg dieser Show hat. In Deutschland war es - bis vor kurzem - noch anders. Hikari wurde als „nur“ einer der vielen Player auf dem Markt angesehen. War die Werbung nicht gut oder lief zufällig nur alles falsch? Wir wissen es nicht. Fakt ist, dass auch das Hauptbüro in Himeji nicht unbedingt zufrieden mit dem mangelnden Erfolg in den deutschsprachigen Ländern war... Es konnte doch nicht sein, dass Hikari in Belgien und Holland weit oben auf der Liste stand und in Deutschland, der Schweiz und Österreich nur oft einen „Ehrenplatz“ belegte! In 2014 wurden dann die Köpfe zusammengesteckt: „Was läuft da auf dem deutschen Markt falsch?“. Eine erste drastische Maßnahme wurde getroffen: Hikari und Saki Hikari wechselten den Distributor! Nach Auslaufen des Vertrages übernahm wieder Aquadistri bv, die niederländische Firma, welche sicherlich ihren Anteil dazu beigetragen hat, dass Hikari in Europa so populär geworden war, die Exporte von Kyorin. 2015 war ein Übergangsjahr, wie erwartet. Die alten Lagervorräte des vorherigen Distributors waren natürlich noch nicht ausverkauft und dazu kam Aquadistri mit Futter „frischer als frisch“ auf den deutschen Markt. Und jetzt, 2016, startet Aquadistri mit Hikari in Deutschland durch! Sie finden Hikari und Saki Hikari jetzt schon in mehr als 100 Koi- und Teich-Geschäften in Deutschland, Österreich und der Schweiz! Die komplette Liste finden Sie in der Hikari-Anzeige, und eins ist deutlich... Die Hikari-Legion wächst weiter!!

Mein Name kommt vielen von euch bekannt vor. Ja, da muss man lange zurück in die Zeit gehen. Von Ausgabe 2 bis irgendwo eine Ausgabe in die 30 war ich dabei, um zusammen mit Hans-Jürgen Ninke den Koi Kurier zusammenzustellen. Mal schnell im Kopf gerechnet, tolle 8 Jahre. Aber Wege trennen sich manchmal, aber eins ist gemeinsam geblieben.... Das Zusammenstellen von Koi-Zeitschriften (Ich mache jetzt das holländische Vereins-Magazin Koi schon seit Mitte des Jahres 2000) und die Liebe für Koi. Als Ninke San vor einiger Zeit erfuhr, dass wir Richtung Süden von Japan ziehen wollten, auf Wunsch der heutigen Präsidentin Mrs. Kamihata, war er natürlich sehr an einem Bericht unserer Erfahrungen im wohl größten Koifutter-Konzern der Welt interessiert.

Und natürlich nahmen Domi, meine Frau, und ich die Einladung mit Dank an. Wer will wohl nicht sehen, was ein normaler Hobbyist nie im Leben zu sehen bekommt?! Immerhin produziert das Unternehmen das wohl bekannteste Koifutter der Welt. Und vielleicht ist es doch ein bisschen spannend zu sehen, wie aus einem Sack Fischmehl die für Koi so schmackhaften Pellets werden. Und da sowieso auf dem Plan stand, Anfang des Jahres die Shinkokai zu besuchen, wurde danach eine Werksbesichtigung geplant.

Aber mal eben nach der bedeutendsten Koi Show der Welt von Tokyo nach Himeji zu reisen, um dort einen kleinen Zwischenstopp für eine Werksbesichtigung einzulegen, erwies sich dann doch etwas schwieriger als gedacht. Nicht nur, dass das Kyorin-Werk 600 km von Tokyo entfernt liegt. Was eigentlich kein Problem gewesen wäre. Mal eben Flugticket und Hotel online gebucht und schon wäre alles erledigt. Doch wenn man erst auf der Show erfährt, dass das Werk erst eine Woche später besucht werden kann, schaut man ziemlich bedröppelt aus der Wäsche. Die Zeit musste irgendwie überbrückt werden. Was liegt da näher, als direkt ins Zentrum der Koizucht zu fahren. Nach Niigata. Dass dort in der ersten Nacht mindestens 1 m Schnee fallen würden, konnte keiner ahnen und erhellte die Gemüter nicht wirklich. Mit Besuchen bei diversen Züchtern und elend langen Fahrten durchs Gebirge ging die Woche „Zwangsaufenthalt“ dann doch vorüber.

Endlich ging es dann zu Kyorin. Es wurden extra zwei Mitarbeiter abgestellt, die uns sogar mit dem Wagen des obersten Chefs Kamihata San abholten. Es war auch für die beiden sichtliche eine Ehre, den Chefwagen fahren zu dürfen. Noch bevor wir zum Werk kamen, wurde uns erklärt, dass wir keine Fotos machen durften. Und auch was wir sehen sollten, unterlag einer gewissen Schweigepflicht. Es stellte sich die Frage, warum sind wir dort überhaupt hingefahren? Keine Fotos, kein Bericht! Was sollte das denn? Schlimmer kann es doch kaum sein. Doch, kann es. Als wir nach der Begrüßung und einer kleinen Einleitung die erste Halle zu Gesicht bekamen, durften wir nur durch eine gläserne Wand einen Teil der Produktion von der Ferne bestaunen. Doch dann dämmerte es uns. Es war keine Schikane oder gar eine seltsame Einstellung der Japaner, es herrschen einfach nur sehr strenge Hygienemaßnahmen und die Produktion läuft fast vollautomatisch ab.

Die Produktion selbst beginnt mit der Anlieferung und Mischung der Grundstoffe, die vorwiegend aus Südamerika kommen. Dann tritt der Extruder in Aktion. Der daraus entstehende Brei wird anschließend in die geeignete Form «geschnitten«. Der Produktionsleiter gab sich große Mühe, uns alles im Detail zu erklären. Leider war sein Englisch nicht von überzeugender Qualität. Immerhin haben wir verstanden, dass die Verarbeitung im Extruder der wichtigste Parameter ist. Temperatur und Druck spielen die entscheidende Rolle, um dem Fisch alle Inhaltsstoffe leicht verdaulich zugänglich zu machen. Auch das Mischungsverhältnis der Grundstoffe spielt eine bedeutende Rolle. Füttert man seine Fische mit einem hochwertigen Futter, können 25 % dieses Futters mehr Energie liefern als 100 % eines preisgünstigen und weniger hochwertigen Futters. Was unterm Strich günstiger ist, dürfte jeder selbst ausrechnen können.

 

Auffällig in den Produktionsräumen war, dass es nicht eine einzige Ecke gab. Alles war abgerundet. Dadurch soll vermieden werden, dass sich keine »Drecknester« bilden können.

Als wir die nächste Halle sehen, staunen wir nicht schlecht. Der riesige Raum ist vollgepackt mit allerlei Tüten, Flaschen und Behältern. Hier lagern jeweils 500 g Futter der jeweiligen Produktionschargen eines jeden Futters der letzten drei Jahre und auch Proben der verwendeten Grundstoffe wie z.B. Spirulina, Fischöl bis hin zu Probiotica. Alle Inhaltsstoffe sowie das jeweilige Futter werden bis zum Ende des Ablaufdatums aufbewahrt. Dies wird für den Fall gemacht, dass, wenn es einmal eine Reklamation seitens eines Koihalters geben sollte, präzise geprüft werden kann, ob ein Grundstoff einen Mangel aufweist oder ein Produktionsfehler vorliegt. Apropos Ablauf- bzw. Verfalldatum, da habe ich mir schon des Öfteren Gedanken darüber gemacht. Es ist noch keine 15 Jahre her, da suchte man auf den Verpackungen vergebens nach solch einem Hinweis. Nicht selten hörte man den lapidaren Hinweis, dass Trockenfutter unglaublich lange haltbar sei. Doch wie wir inzwischen alle wissen, entspricht nicht dies nicht der Wahrheit. Fischfutter kann selbstverständlich schlecht werden. Allein schon wegen der darin enthaltenen Öle. Ob allerdings überfälliges Futter der Gesundheit der Fische schadet, muss ich unbeantwortet lassen, da mir keine fundierten Informationen darüber vorliegen. Der Abteilungsleiter klärte mich aber darüber auf, dass das Verfallsdatum von mehreren Faktoren abhängig ist. Zum einen sind es die verwendeten Grundstoffe und die allgemeine Zusammenstellung der Grundstoffe, zum anderen die Verpackung. Eine hochwertige Vakuumverpackung bietet auf jeden Fall mehr Sicherheit als eine gewöhnliche Papier- oder Plastikverpackung. Da Hikari auf seinen Verpackungen ein Mindesthaltbarkeitsdatum von drei Jahren stehen hat, frage ich natürlich nach, ob es dann nach drei Jahren nicht schon schlecht sein könne. Auf keinen Fall, war die Antwort. Für diese drei Jahre garantieren sie 100 % Qualität. Sollte eine Komponente bereits bei der Wareneingangskontrolle auch nur 95 % des geforderten Standards erreichen, würde sie nicht verarbeitet. Das sei deren Norm, wurde uns versichert.

Zurück zur Werksführung. Wir sind inzwischen im dritten Abschnitt angelangt: der Verpackungsabteilung. Auch hier wieder nur ein Blick durch geschlossene Glaswände. Etwas überrascht waren wir über einen angrenzenden Raum. Er sah aus wie eine Mischung aus Sanitäts- und Edelumkleideraum. Schnell wurden wir aufgeklärt. Jeder, der die Verpackungsabteilung betreten möchte, muss sich zuerst ausweisen und legitimieren, bevor er eine Schleuse durchschreiten darf. Dann müssen die Hände desinfiziert werden und spezielle Schutzschuhe angezogen werden. Ich meine verstanden zu haben, dass insgesamt fünf Phasen durchlaufen werden müssen. Doch damit nicht genug. Danach muss eine weitere Schleuse betreten werden. Wieder hermetisch abgeriegelt. Dann werden Lüftungsdüsen aktiv, um die Kleidung von allen losen Fasern und Stoffen zu »befreien«. Erst nach dieser »stürmischen« Prozedur kann die Verpackungsabteilung betreten werden. Was für ein Aufwand für Koifutter. Selbst die fertigen Paletten durchlaufen eine doppelte Sicherheitsschleuse. Das ganze Werk ist hermetisch abgeschlossen. Ich stelle mir vor, was passieren würde, wenn ein Mitarbeiter seine Zähne nicht richtig geputzt hätte. Alarmstufe Rot?

Am Nachmittag stand der Besuch des Labors an. Wir konnten uns nicht vorstellen, wie groß ein Testlabor eines Futtermittelherstellers sein müsste, der Futter für Katzen, Hunde, Pferde, Nager, Fische etc. herstellt. Es müsste ein kleiner Zoo sein, angesichts der Größe des Labors von Kyorin. Und sie stellen »nur« Futter für den Teich- und Aquarienmarkt her. Etwas schüchtern werden wir vom Laborleiter begrüßt. Und schon nach wenigen Minuten beschleicht uns das Gefühl, dass wir anscheinend einer der wenigen Europäer sind, die seine heiligen Räume bisher betreten durften. Dieses Mal müssen auch wir uns desinfizieren. Glücklicherweise nicht so aufwändig wie in der Verpackungsabteilung. Allerdings sind die Schutzschuhe doch ein bisschen sehr klein. Auf europäische Fußmaße ist man hier anscheinend nicht vorbereitet. Man gibt sich aber die größte Mühe, uns alles bis ins Detail zu erklären, was die Mitarbeiter den ganzen Tag machen. Letztendlich kristallisierten sich vier wesentliche Faktoren der Prioritätenliste heraus: Es geht vorrangig um den Body, das Wachstum, die Farbe und die Gesundheit des Fisches – immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, alles mit natürlichen Mitteln zu erreichen. So, wie es auch die Natur schafft. Einzig, dass wir in unseren meist kleineren Teichen all die notwendigen Stoffe hauptsächlich nur über das Futter zuführen können. Es wird aber auch mit lebenden Bakterien geforscht. Ziel ist die Stärkung der Organe, die Verbesserung der Verdauung und die Optimierung der Wasserqualität. Um all diese Dinge testen und erforschen zu können, stehen den Laboranten sage und schreibe 450 Becken zur Verfügung. Und alle sind besetzt. Für eine Testreihe werden neun Becken benötigt. Das bedeutet, dass bei Kyorin bis zu 50 Tests bzw. Untersuchungen parallel laufen. Und um alle Unwägbarkeiten auszuschließen, wird jeder Test drei Mal durchgeführt. In dann wechselnden Becken. Auch mit unterschiedlichen Wasserqualitäten wird getestet. Mal ist es Leitungswasser, mal Grundwasser, mal Leitungswasser mit konstanter Temperatur. Man versucht, den Bedingungen im Teich eines Koihalters möglichst nahe zu kommen. Die Untersuchungen werden dermaßen genau vorgenommen, dass selbst die DNA der Fische auf mögliche Veränderung durch Bakterien oder Viren erforscht wird. Kommt man nach Monaten des Forschens und Testens zu einem positiven Ergebnis, wird geprüft, ob man das Produkt überhaupt maschinell verarbeiten kann. Unter Umständen waren Monate Arbeit umsonst. Denn nicht jede erfolgversprechende Mischung übersteht die Temperatur oder den Druck im Extruder.



Unser letztes Ziel ist das Distributionszentrum. Naja, was uns da wohl erwarten wird? Einfach nur unzählige Regale und Paletten. Aber auch hier werden wir eines Besseren belehrt. Eine gigantisch große Halle erwartet uns – man könnte eher meinen, hier werden Autos produziert. Auch hier so gut wie kein Personal. Das moderne Hochregallager wird vollautomatisch gesteuert und kommissioniert ca. 3 Mio. kg Futter. Kyorin ist offensichtlich ein florierendes Unternehmen auf dem modernsten Stand der Technik.

Und obwohl Hikari weltweit einen außerordentlich guten Ruf genießt, gab es auch schwierige Zeiten. Bis 2003 war Hikari bei uns Marktführer. Zwischen 2004 und 2005 verschwand Hikari aber so gut wie komplett vom Markt. Dafür gab es einen ganz banalen Grund. Die europäische Gesetzgebung hatte beschlossen, dass japanisches Tierfutter, das tierische Inhaltsstoffe aufweist, nicht nach Europa exportiert werden durfte. Es sei denn, es wäre alles zertifiziert. Darauf war die japanische Industrie überhaupt nicht vorbereitet. Laut Gesetzesvorgaben musste alles bis ins kleinste Detail dokumentiert werden. Eine Menge Arbeit, viel Papierkram, Lobbyarbeit und zusätzliche Investitionen waren nötig. Einige japanische Futterhersteller gaben komplett auf oder verlagerten die Produktion kurzerhand nach Europa. Hikari hatte zwar ausreichend Liquidität, unterschätzte aber offensichtlich den Verwaltungsaufwand, bis die Genehmigung zum Export wieder erteilt wurde. Im nu vergingen über zwei Jahre. Der Koimarkt wuchs zu diesem Zeitpunkt aber noch. Andere Hersteller und Anbieter füllten die Lücke. Inzwischen hat sich Hikari aber wieder einen Teil des Marktes zurückerobern können und auch die Angebotspalette erweitert.

  

Fazit:

Nach wie vor ist Hikari und Saki Hikari ein Koifutter von außerordentlicher Qualität und steht bei vielen Koi-Liebhabern hoch im Kurs. Mit der Übernahme der Distribution durch die niederländische Aquadistri bv hat sich für viele Händler und Fachgeschäfte eine bessere Verfügbarkeit der vielen Hikari-Sorten ergeben und bedingt durch die gute Lagerhaltung und regelmäßige Importe aus Japan kann der Koi-Enthusiast heute sicher sein, ein wirklich frisches Futter für seine Schätze beim „Händler seines Vertrauens“ vorzufinden. Die hohen Qualitätsanforderungen, die hochwertigsten Rohstoffe und die schonende Verarbeitung macht Hikari und Saki Hikari zur ersten Wahl bei der Haltung schöner, gesunder Koi. Und mit 140 Jahren Erfahrung, Forschung und Entwicklung ausschließlich für Koi, Teich- und Zierfischfutter weiß Kyorin genau, was unsere Lieblinge brauchen!

Das Futter können Sie übrigens direkt online in unserem Koifutter-Shop kaufen.

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André Ahrens

Moin Moin! Hier schreibe ich - André Ahrens - interessante Artikel über spannende Themen rund um die Leidenschaft "Koi". In meinen Blogbeiträgen teile ich mit Ihnen meine jahrzentelange Erfahrung und freue mich, wenn Sie auch als Koi-Besitzer noch etwas dazu lernen. Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen gerne im Koipark Oersdorf (40km nördlich von Hamburg) in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen!

Webseite: www.koitec.de

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